Sommercamp 2008 in der Sächsischen Schweiz

Lohner Gymnasiasten gewinnen Wettbewerb

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Großer Jubel im Gymnasium Lohne: Eine Schülergruppe um die betreuenden Lehrer Ralf Overberg, Peter Krebs und Kerstin Sieve hatte in einem Bundeswettbewerb zum Thema „Nachhaltige Entwicklung“ der Geoinformatik-Firma ESRI einen einwöchigen Nationalpark-Aufenthalt gewonnen. Die Schüler hatten die CO2–Abgabe einer bewirtschafteten Moorfläche hinsichtlich der Klimawirksamkeit untersucht. Die Jury überzeugte dieses Projekt und honorierte die Leistung mit einer Einladung für die Teilnahme am Sommercamp 2008 auf Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz. Ausgerüstet mit speziellen GPS Geräten der Firma ESRI konnten die Sieger hier ihre Forschungen in der Natur erweitern. Schüler und Lehrer wohnten auf Burg Hohnstein, einer 30 km östlich von Dresden und inmitten des beeindruckenden Nationalparks gelegenen Burganlage mit bewegter Geschichte. Aus dem 13. Jh. stammend, wurde sie bereits ab 1925 als Jugendherberge genutzt, war 1933-34 Konzentrationslager und seit 1949 größte Jugendherberge der DDR. Im Jahr 1997 wurde die Burg zum Naturfreundehaus und Jugendgästehaus umgebaut. Beide Gewinnerteams aus Lohne und Memmingen wurden von Mitarbeitern des Nationalparks sowie von Vertretern der Computerfirma ESRI, die den Wettbewerb ausgeschrieben hatte, betreut. Das Sommercamp stand unter dem Motto „Natur erheben und erleben“. Die Schüler konnten mit neuester Software Kartenmaterial zum Nationalpark erstellen. Die ersten Tage waren folglich mit dem Erheben von Daten erfüllt: Dazu durchstreiften die Jugendlichen in Gruppen den Wald und kartografierten den alten Baumbestand mit Hilfe von mobilen GIS-Computern. Baumsorte, -umfang und -höhe wurden ebenso aufgenommen wie Vitalität und Schadensbefall. Abends gaben die Schüler die gewonnenen Daten mit Unterstützung der ESRI-Mitarbeiter in Computer ein und erstellten mehrere detaillierte Karten des Erhebungsgebiets „Kälbersteig“ in Hohnstein. Diese Karten wurde am Ende der Woche im Nationalparkzentrum Sächsische Schweiz in Bad Schandau einem öffentlichen Publikum vorgestellt und anschließend an das zuständige Forstamt weitergegeben. Sie unterstützen die Nationalparkhüter in ihrem Bestreben, den geschützten Wald Stück für Stück in seinen Urzustand zurückzuversetzen. Es gehe um „den Urwald von morgen“, wie eine Nationalpark-Mitarbeiterin sagte.

Neben der Arbeit im Wald und mit dem Computerprogramm stand aber auch der Naturschutz im Mittelpunkt. Die Schüler unternahmen mehrere Wanderungen im Nationalparkgebiet, lernten viel über dessen Entstehung und Beschaffenheit und bildeten bald eine harmonische Gemeinschaft mit den bayerischen Schülern aus Memmingen im Allgäu. Auch die Freizeit in Form von Abenteuerwanderungen, Grillabend, Billardspielen und einem Ausflug nach Dresden kam nicht zu kurz. „Besonders hat mir gefallen, dass Spaß mit Arbeit und Lernen verbunden wurde“, bemerkte Daria am Ende des Sommercamps. „Es kam keine Langeweile auf“, bemerkt Ina und Friederike fügt hinzu, dass ihr die vielen unterschiedlichen Aktivitäten und Erfahrungen ebenso gefallen hätten wie die gute Zusammenarbeit und die Tatsache, dass „sich alle gut verstanden haben“. Am Ende der Woche waren sich alle Teilnehmer darüber einig, dass das Sommercamp 2008 eine rundum gelungene und lohnende Sache war.

Erstellt am 24.8.2008