Kabale und Liebe für zwei

Rezensionen zur Aufführung am 11.11.2008 in unserer Aula

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Am 11. November 2008 wurde an unserem Gymnasium eine Inszenierung von Friedrich Schillers „ Kabale und Liebe“ gezeigt. Wie der Titel des Stückes sagt, wird es insgesamt nur von zwei Schauspielern dargestellt, von Petra-Janina Schulze und Thomas C. Zinke von der Bremer Shakespeare-Company.
In Schillers Stück geht es um die auf Grund von Standesschranken verbotene Liebesbeziehung zwischen Luise Miller, der Tochter eines Musikus und dem Major Ferdinand von Walter. Sehr anschaulich für diejenigen, die das Werk vorher nicht gelesen haben, ist, dass ein Teiles Stückes, der eigentlich erst am Ende folgt, an den Anfang gestellt und der Verlauf als Rückblende gezeigt wird. Da das Stück sehr lang ist, wird es auf 90 Minuten gekürzt. So werden leider einige interessante Szenen ausgelassen. Dadurch werden einige Figuren leicht in den Hintergrund gestellt. Weil mehrere Rollen nur von zwei Schauspielern gespielt werden, müssen diese sich auf der Bühne immer wieder umziehen und verwandeln sich so direkt vor den Augen der Zuschauer von einem Charakter in den nächsten.

Aufgrund guter schauspielerischer Leistung ist es aber nicht schwer sich vorzustellen, dass Luise auf einmal der Vater Ferdinands ist. Jedoch wirkt es an einigen Stellen doch etwas verwirrend.Kleine, leichte Pannen werden mit Humor hingenommen, sodass die Zuschauer sogar noch etwas zum Lachen haben. Leider ist das Ende etwas kurz und abrupt und nicht ganz so ernst wie das Original. Insgesamt denke ich, dass die Inszenierung für Schüler, die es gelesen, aber auch für die, die es nicht gelesen haben, ganz interessant und abwechslungsreich ist.

                                                                                                                        Von Johanna Möllers

 

Am Dienstag, dem 11. November zeigen uns Petra-Janina Schultz und Thomas C. Zinke ein leidenschaftliches Schauspiel von „Kabale und Liebe“ in der Aula des Gymnasiums Lohne. In acht verschiedenen Rollen bieten uns die beiden Schauspieler durch allerlei Intrigen und über die verbotene Liebe hinweg einen guten Einblick in das Theater-stück.

Das von Friedrich Schiller um 1783 verfasste Trauerspiel wird auf diese „Company-Art“ in ein vollkommen neues und moderneres Licht gerückt. Im Laufe des Stückes bekommt der Zuschauer das Gefühl, dass auf der dezent möblierten Bühne mehr als nur zwei Personen agieren müssten. Es macht den Anschein, als ob die Akteure schon fast mühelos nicht nur in unterschiedliche Charaktere, sondern auch in das andere Geschlecht schlüpfen würden. Dabei werden die Verwandlungen mit witzigen Einfällen und Einlagen offen gezeigt.
Das Stück wurde auf das Wesentliche gekürzt, verliert jedoch nicht an Spannung und die tragischen Momente bleiben ebenfalls erhalten. Jedoch bekommt man den Eindruck, als ob einige Szenen etwas übertrieben ins Lächerliche gezogen würden. Auch wird Luises Schüchternheit nicht genügend zum Ausdruck gebracht, sie wird sogar durch Überheblichkeit und eine ziemlich starke Persönlichkeit fast gänzlich überspielt.

Insgesamt kann nur gesagt werden, dass uns die beiden mit einer ganz besonderen Leistung eine vollkommen andere Seite des Dramas „Kabale und Liebe“ gezeigt haben, die man so schnell bestimmt nicht vergessen wird!

 

Lisa Melzer, Klasse 10d

Petra Janina Schultz und Thomas C. Zinke.jpg   Petra Janina Schultz.jpg      Thomas C. Zinke.jpg

Haben Sie schon einmal eine Theateraufführung mit zwei Personen erlebt? In der Aufführung des Dramas „Kabale und Liebe“ von Friedrich Schiller der Bremer Shakespeare Company gibt es lediglich zwei Schauspieler – Petra Janina Schultz und Thomas C. Zinke.

Die bürgerliche Luise Miller, Tochter eines Musikus, und der Major Ferdinand von Walter lieben sich, obgleich die Standesschranken sie trennen, über alles. Doch sein Vater, der auf brutalste Weise zum Präsident ernannt wurde, und sein Sekretär Wurm planen mehrere Intrigen, um das Liebespaar auseinander zu bringen.
Leider zeigte sich während der Aufführung, dass für einige Szenen kein „Plan B“ entworfen wurde und diese so abgebrochen werden mussten. Weiterhin wurden einige Szenen modernisiert und dadurch zu übertrieben dargestellt (beispielsweise das „Beschnüffeln“ der Protagonisten). Positiv hervorzuheben ist allerdings, dass die einzelnen Personen von den beiden Schauspielern durch Gestik, Mimik und Sprache, aber vor allem durch das Aussehen gut dargestellt wurden und so leicht wiederzuerkennen waren. Auch der Kleidungstausch erfolgte schnell und ohne Probleme. Außerdem waren Thomas C. Zinke und vor allem Petra Janina Schultz durch ihre deutliche Sprache auch ohne Mikrofon sehr gut zu verstehen.

Abschließend denke ich, dass sich ein anderthalb stündiger Besuch in das Bremer Theater in jedem Fall lohnt, auch, wenn es einige Unterschiede zum Originalstück Friedrich Schillers gibt.

 Saskia Nuxoll, Klasse 10d