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Fastenlauf
Auftakt 2008 Am Freitag, dem 25.1.2008, wurde in drei Aulaveranstaltungen für alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule der diesjährige Fastenlauf eingeläutet. Die Fachgruppe Religion hatte dazu Gäste aus Köln eingeladen, die über Kontakte zu Yurimaguas verfügen, der Region in Peru, für die das Lohner Gymnasium seit mehr als 10 Jahren den Fastenlauf veranstaltet. Ana Maria Preußer – eine gebürtige Peruanerin, die begleitet wurde von ihrem Ehemann Gerd Preußer-, stellte in einem eindrucksvollen Lichtbildervortrag den Zuhörern die Stadt und die Region Yurimaguas vor. Vor allem aber zeigte sie, wie wichtig die Fastenlaufgelder für viele Kinder, aber auch Erwachsenen geworden sind. In einer Region, die zum Regenwaldgebiet des Amazonas zählt und in der viele Dörfer nur mit dem Boot zu erreichen sind, fehlt es vor allem an Schulbildung, aber auch an ausreichender Ernährung der Schulkinder. So konnte Frau Preußen, die an der deutschen Schule von Lima ihr Abitur machte und dort in Projekten die Armut großer Teile ihres Heimatlandes kennenlernte, den Schülerinnen und Schülern ganz konkret zeigen, wo die Spendengelder aus Lohne eingesetzt worden sind. Eine erfreuliche Mitteilung war die Ankündigung der Wahl-Kölnerin, die seit 40 Jahren in Deutschland lebt, dass in naher Zukunft ein direkter Kontakt über Email mit Yurimaguas möglich sein wird. Dies könnte in Zukunft bedeutsam werden, da die brieflichen Wege gerade in Anfangsjahren oft etwas mühsam waren. Allerdings muss an dieser Stelle gesagt werden, dass die beiden Schwestern, die vor Ort in Peru das Geld verwalten – Schwester Maria Carmen Figueroa und Schwester Maria Lucia – in der Vergangenheit immer sehr genaue Abrechnungen an das Gymnasium Lohne geschickt haben, so dass die „Fastenläufer“ an Infoständen sich darüber informieren konnten, dass ihr Einsatz sinnvoll ist. Zum Abschluss der Veranstaltung forderten Mitglieder des Gremiums und des Schulvorstandes ihres Mitschüler auf, „alles zu geben“, damit auch in diesem Jahr ein gutes Ergebnis erzielt werden kann.
Fastenlauf 2000
Yurimaguas 17.02.2000 Sehr geehrter Gerd Bröring! Im Monat Mai haben wir durch Adveniat die Spende des Projekts "Nahrung für Kinder" (9200 Dollar) erhalten. Es waren 8 Monate, in denen unsere Kinder sich besser ernähren konnten und einige Kinder, vor allem die Kleinsten, konnten somit überhaupt leben. Jetzt ist schon Dezember, ein Zeitpunkt, zu dem in Peru das Schuljahr endet, und wir möchten Rechenschaft für dieses Geld ablegen. Das Geld geht langsam zu Ende, aber wir haben noch gekaufte Nahrungsmittel für die ersten Monate des kommenden Jahres. Wie ich ihnen versprochen habe, schreibe ich ihnen jetzt, um sie zu informieren, wie das Projekt auch in ökonomischer Hinsicht verlaufen ist. Sie haben uns um keinen Bericht mit besonderen Angaben gebeten und deshalb machen wir es auf " familiäre" Art und Weise und versuchen, so klar wie möglich Rechenschaft für das Geld abzulegen. Wir werden nun einen beschreibenden Bericht über den Gebrauch der Gelder des Projekts darlegen:
140 Indiokinder und Mischlinge wurden in den Heimen von Varadero, Progreso, Barranquita und Yurimaguas betreut. Die Situation von diesen Kindern ist riskant, vor allem, weil sie Waisen sind, eine Behinderung haben und verlassen sind. Die notwendigsten Bedürfnisse von 140 Kindern konnten berücksichtigt werden, weil wir nicht allen das ganze Jahr über helfen konnten; je nach ihrer Situation wurden sie 3, 6 oder 8 Monate unterstützt. Nur das Heim mit 15 Kindern mit Behinderung hat eine permanente Unterstützung von 8 Monaten mit vollständiger Ernährung erhalten. Nahrungmittelhilfe für Kinder zwischen sechs Monaten und zehn Jahren des Heims San Gabriel in Varadero am Fluss Paranapura. In diesem Heim leben die Kinder der ethnischen Gruppe der Chayahuita und Jeberina. Dort werden 80 Kinder mit Nahrung versorgt. Nahrungsmittelhilfe für Kinder des Heims von Progreso am Fluss Paranapura. In diesem Heim leben die Kinder der ethnischen Gruppe der Chayahuita. Dort werden 37 Neugeborene und bis 8 oder 10 Jahre alte Kinder betreut. Ernährungsversorgung für behinderte Kinder des Rehabilitationsheims der Stadt Yurimaguas. Dort wurden 15 behinderte Kinder mit vollständiger Ernährung betreut, die zwischen 10 und 16 Jahren alt sind. In diesem Heim leben Kinder der ethnischen Gruppen Chayahuita, Jeberina, Muratos und Mestizen. Ernährungshilfe für 8 Kinder des Heims in Barranquita am Fluss Huallaga. Die Kinder sind zwischen 3 und 12 Jahren alt. Zwei von ihnen haben Leukämie. Die betreuten Kinder der Heime in Varadero, Progreso und Barranquita sind zeitlich begrenzt, das heißt, die Kinder werden bis zu ihrer Genesung betreut, danach kehren sie nach Hause zurück oder wenn sie eine Familie haben, die einen weiteren Aufenthalt finanzieren kann, erhalten sie Nahrungsmittel, besonders Milch und Zucker. Die Kinder kommen sporadisch oder Werden von ihren Familien gebracht , wo ihr Gewicht und ihre Ernährung kontrolliert wird. Das alles wird getan, um eure Geldmittel, die ihr schickt, so gut wie möglich anzuwenden. Die Kinder des Heims in Yurimaguas halten sich da ganze Jahr über im Heim auf, ihr Gesundheitszustand als Behinderte macht es ihnen unmöglich zurückzukehren. Hinzuzufügen wäre noch, das dies Kinder oder Jugendliche sind, die wegen ihrer körperlichen Behinderung von ihren Eltern vernachlässigt werden, bzw. was noch schlimmer ist, ihre Eltern sind einfach verschwunden.
Das Heim in Varadero :25% des Gesamtbetrags: 2300.00 Dollar Das Heim in Progreso : 15 % des Gesamtbetrags: 1380.00 Dollar Das Heim von Barranquita : 5% des Gesamtbetrags: 460.00 Dollar Das Behindertenheim in Yurimaguas : 55% des Gesamtbetrags : 5060.00 Dollar Insgesamt erhalten : 9200.00Dollars Die Heime in Varadero, Progressen und Barranquita haben, seitdem ihr uns helft, eine ständige Unterstützung erhalten. Hingegen das Behindertenheim, das in Yurimaguas erschaffen wurde, um den behinderten, verlassenen und verwaisten Unterkunft zu gewähren, hat keine Unterstützung erhalten. Hier muss noch hinzugefügt werden, dass es sich um Kinder mit Behinderung handelt, die eine besondere Ernährung erfordert. Das Heim in Yurimaguas gewährt sporadische Hilfe für Kinder, die uns durch einige Freunde geschickt werden, aber es handelt sich um kein speziell unterstütztes Projekt, deshalb haben wir diesem Heim in den letzen zwei Jahren Prioritäten gegeben. Im Regenwald, in dem die Bevölkerung vor allem von der Landwirtschaft lebt, in dem sich einige Menschen von der Jagd und vom Fischfang ernähren, ist es eine familiäre Tragödie, Kinder mit einer Behinderung zu haben, und deshalb werden die Kinder, an denen bei der Geburt eine Behinderung festgestellt wird, getötet, indem man sie sterben lässt oder sie mit gewaltsamen Mitteln tötet. Wenn die Behinderung später aufgrund einer Krankheit auftritt, durch mangelnde Impfung, tödliche Schlangenbisse oder anderes, werden sie in der Familie behalten, allerdings werden sie versteckt. Diese Kinder werden "dañaditos"- Geschädigte genannt. Sie sind nach dem Verständnis der Kultur eine Schande. Im Regenwald ist das Leben der Behinderten schrecklich traurig. Und man versteht auch, dass man, um mitten im Regenwald jagen und fischen zu können, Beweglichkeit, Gesundheit und Kraft braucht. Liebe Freunde des Gymnasiums Lohne, das ist die Situation, in der wir leben; und mit eurer Hilfe können wir ein wenig helfen. Wir grüßen euch und versichern euch, dass wir eurer Anstrengung mit großer Zuneigung und Treue danken. Eine Umarmung und frohe Weihnachten, Maria del Carmen Figueroa Lorenzana
Werbegag der Slim-Fast- Industrie oder Trainingsprogramm puristischer Sportler?Weder noch, sondern ein Projekt , das seit sechs Jahren am Lohner Gymnasium
von Schülern und Lehrern mit großem Erfolg in der Fastenzeit auf
die Beine gestellt wird.
BeWEGen Sich BeWEGen Etwas BeWEGen WEG BeWEGen Sich BeWEGen
Was will also der Fastenlauf? Mit Sicherheit kein Weg um abzunehmen, sondern
ein Weg um sich und andere zu bewegen, damit etwas bewegt wird. Oder wer es
christlich umschreiben möchte, ein Weg in der Nachfolge Jesu, denn "Was
ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan." Mit freundlichen Grüßen Die SV und Religionslehrer(innen) Statistik: Fastenlauf seit 1998Seit einigen Jahren gibt es am Lohner Gymnasium eine Einrichtung, die Schüler und Lehrer in Bewegung bringt: den Fastenlauf. Die Lohner Schule unterhält seit vielen Jahren Beziehungen zu einem Kinderheim in Faszinal (Brasilien) und einer Missionschule in Yurimaguas (Peru). In den ersten Jahren der Beziehung sammelten die Lohner bei Schulveranstaltungen Geld für diese beiden Projekte; 1998 ging man dazu über, eine eigene Veranstaltung ins Leben zu rufen: den Fastenlauf.
Spenden können auf folgendes Konto eingezahlt werden:
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