Im NT

In diesem Sinne bezeichnet auch das NT an 12 Stellen die Stätte ewigen, strafenden Feuers als Hölle ; 11 Belege finden sich in den synopt. Evv. (Mt 5,22 29f; 10,28; 18,9; 23,15.33; Mk 9,43.45.47; Lk 12,5), ein Beleg im Brief des Jak (3,6). Mit dem –Hades wird auch die Hölle in der Unterwelt lokalisiert; doch gilt jener durchweg befristeter Aufenthaltsort der Toten zwischen Tod und Auferstehung, die Hölle dagegen als Ort ewiger Qual für die Gottlosen nach dem Endgericht.  Zufolge der Bergpredigt Jesu droht die y. dem Verächter des Bruders (Mt 5,22) und dem Ehebrecher (Mt 5,29f).  Antipharisäische Polemik stellt den Pharisäern (Mt 23,33) und ihren Proselyten (Mt 23,15) das Gericht der Hölle in Aussicht. Zu furchtlosem Bekennen vor Menschen wird aufgerufen unter Hinweis auf den, der zur Hölle verurteilen kann (wo Seele und Leib verderben Mt 10, 28); damit ist Gott selbst gemeint, nicht der Teufel (Mt 10, 28b par.  Lk 12,5). Wer andere zum Abfall verführt oder sich zum Abfall verführen läßt, muß damit rechnen, in das ewige Feuer hinabgeworfen zu werden (Mt 18,9 par.  Mk 9,43.45.47). Ähnlich denkt Jak, wenn er die Zunge das Feuer der Hölle weitergeben läßt- nämlich an die, welche sich durch Worte verführen lassen (Jak 3,6).